19. 09

Nachdem Honda schon letztes Jahr beim Roadblog großartig unterstützte, sah es erst aus, als würde die Truppe dieses Jahr nichts gemeinsam Unternehmen. Insgesamt waren wir doch alle etwas beschäftigt, sei es durch Jobwechsel, beginnendes Studium, eine Hochzeit oder sonstige Ereignisse.

Umso größer war die Freude, als sich Oliver Franz, Hondas Pressemensch, bei uns meldete, und meinte, es sei da was in der Queue. Und was da Ansteht!

Aber der Reihe nach: Die Veranstaltung läuft unter dem Titel “Countdown to Imola”, was schon die Hälfte verrät. Es geht nach Italien, das Team Castrol-Honda Superbike-Team in seiner Box und beim Rennen besuchen. Und wie es sich eigentlich für Kradfahrer gehört, nicht wie beim Roadblog einfach Stumpf über die Dosenbahn braten, sondern einmal quer über die Alpen, mit Übernachtung in WLAN-Versorgten Hotels, so dass wir auch von unterwegs über ein bisschen Handy-Datenflat und später dann Roaming-Wahnsinn hinaus berichten können.

Und wie das halt so ist, als Motorrad-Hersteller, stellt man Motorräder her. Und diese möchten dann auch Gefahren werden, so dass wir uns ausführlich durch die Modellpalette durchtauschen können. Zur Auswahl stehen daher dieses Jahr 5 Modelle…

  • VFR1200F mit und ohne DCT
  • CB1300
  • Fireblade
  • Varadero
  • Crossrunner
…für 10 Fahrer:

Und wie das halt so ist bei Pressemenschen, kennen die wieder andere Pressemenschen, so dass sie jedes mal noch andere tolle Goodies organisieren können. So bekommen wir dieses Jahr von Ortlieb eine Auswahl an Gepäcksystemen gestellt, damit unsere Wäsche (und natürlich die ganze Technik, die man auf so einer Web2.0-Tour mitschleppt) trocken über die Alpen kommt. Da es als Fahrer mit trocken bleiben nicht getan ist (es ist schließlich in den Alpen kalt geworden), versorgt uns Rukka mit einer Auswahl an wärmender Unterbekleidung. Der Kopf darf wie schon auf der letzten Tour in einen X-Lite Helm gesteckt werden (dessen Späße mit dem Bluetooth-System eigentlich mehr als einen eigenen Artikel wert sind, irgendwo verschluckt nur Twitter immer diese ganzen kleinen Anekdoten für sich), und um das ganze für die Nachwelt festzuhalten sind wieder Kameras von HeKaSys mit an Board (und wer jetzt über eine Anschaffung nachdenkt, wer "Honda" in das Kommentarfeld schreibt bekommt ganze 10% Rabatt!).

Jetzt bleiben mir noch 3 Tage Vorfreude zu überwältigen, bis es Donnerstag früh losgeht, ich viele alte und auch neue Gesichter wiedersehe, Samstag bei 30° ins italienische Mittelmeer springe und Sonntag Boxenluft schnuppere. Hoffentlich vergesse ich dieses Jahr nicht das klare Visier, und auch Gehörschutz sollte wohl dabei sein.

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05. 05

Nun ist der Mai bereits fast vorbei, doch die Erinnerung an ein Hilight noch lange nicht verblasst: Die Power-of-Dreams-Testtage 2011 in und um die Honda-Akademie in Erlensee. Dort, wo normalerweise Schulungen und Fortbildungen stattfinden, durften am letzten der 3 Tage auch noch "Webaktive" zusätzlich zu Journalisten die Produktpalette testen.

Und so stand ich um unmenschliche 6:30 am Freitag auf, um pünktlich @broaaaa aufzusammeln, der sich pünktlich 2 Tage zuvor unsanft absteigen lassen hat, und daher nicht mehr selber fahren konnte. Gleichzeitig begann hier auch schon eine, wenn auch Markenfremde, Premiere: Für die Fahrt hatte ich mir bei Stadtmobil einen Toyota Prius Hybrid geliehen, welcher durch den Hybridantrieb als auch durch das fehlende dritte Pedal für mich eine Neuheit war. Die erfolgreiche Umgewöhnung wurde dann auch prompt kurz nach dem Kreuz Heidelberg getestet, als ein LKW geschätzte 20m vor mir es für eine gute Idee hielt, auf meine Spur zu wechseln. Ich habe erfolgreich Bremse, Hupe und das Lenkrad zum Spur halten auf Anhieb getroffen, und konnte die kinetische Energie aus 100km/h Geschwindigkeitsdifferenz erfolgreich in Wärme und ein bisschen Batterieladung umsetzen. Und nach zwei weiteren kleinen Widrigkeiten kamen mein persönlicher Photograph und ich dann doch noch pünktlich um 9:30 an!
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CBR250R

Nach einer kurzen Registrierung als fahrer ging es dann los, ich hatte mir als Plan vorgenommen, mich leistungsmäßig den Tag über zu steigern. Damit traf sich recht gut, dass ein paar der CBR250R direkt zu Beginn frei waren. Und so startete ich genau wie Pistonpin mit 26,4PS in den Tag. Ich muss sagen, so wirklich kam ich mit ihr nicht zurecht. Man kam zwar auf der Autobahn gebückt auf 170, aber die Leistung erfährt der Motor nur durch Drehzahl. Ich bin von meiner DR350 mit 30PS ähnliche Leistungen gewohnt, aber da hat man untenrum wenigstens das Gefühl das etwas zieht. Auf der 250er war mein typisches Fahrverhalten einfach Gas aufreißen, vom stottern durch den Begrenzer überrascht werden, schalten. Und in den Kurven konnte ich mich auch nicht wirklich mit ihr anfreunden. Im Rückblick gehe ich davon aus, dass ich nach der Dosenanfahrt und so früh am Morgen mich erstmal wieder ins Zweirädrige einfinden musste, und sie daher für eine wirkliche Aussage noch einmal probefahren müsste. Doch dafür war am Abend leider keine Zeit mehr.

Mit Mark, welcher Privat mit der KLX250 auch in der selben Hubraumklasse unterwegs ist, tauschte ich meine Erlebnisse aus. Er selber hatte auch die Erfahrung gemacht, dass sich aus den Motoren, gerade mit Einspritzung, doch noch ein klein bisschen was an Leistung und Fahrbarkeit herausholen lässt. Wäre mal spannend zu sehen, ob da auch was geht.

VT750S

Da alles “normale”weg war, entschieden sich @schrm und ich dafür, wenigstens einmal im Leben "Cruiser" zu fahren. Fundierter lästern und so…
Und was soll ich da groß zu sagen? Aufsteigen, mit den Füßen in der Luft rumrudern, irgendwo ganz vorne eine Ablagemöglichkeit finden. In der ersten Rechtskurve den Stiefel nicht völlig auf der Raste haben, und auf einmal schleift er am Asphalt. Gemütlich links abbiegen, und die Raste kratzt. Gleichzeitig nimmt man eine völlig entspannte Haltung an, die Maschine fordert überhaupt nicht. Man fragt sich mit 100 auf der Landstraße, ob man nicht schon zu schnell ist, und beruhigt sich durch einen Blick auf den Tacho. Fährt gefühlt untertourig eine Steigung, und lässt sich explosionsweise vorwärtsschubsen.
Es ist ein völlig anderer Typ Fahrzeug, der dummerweise auch auf 2 Rädern mit einem Motor dazwischen basiert, und daher fälschlicherweise Motorrad genannt wird. Absolut nicht mein Fall, aber probiert haben sollte man es mal.

CBR600RR

Der große Bruder des ersten Motorrads. Ich fühle mich sofort wohl, aber getriezt. Ein williges Stück Metall unter mir, welches gefahren und gedreht werden möchte, sich willig in jede Kurve schmeißen lässt, und Geschwindigkeit fordert um durch den Fahrtwind den Rücken anzuheben und die Arme zu entlasten. Sie macht richtig Laune, nach den 30km wäre ich am liebsten noch einmal umgedreht und die Runde noch einmal gefahren. Der Motor bietet für mich auch in den niedrigen Drehzahlen genug Schub um sich im Alltag flott fortzubewegen. Aber ich hätte Angst, mich von ihr zu sehr anstacheln zu lassen, und am Ende der leidtragende zu sein, weil ich über meine Grenzen hinausgegangen bin. Falls ich im Alter nochmal vernünftiger werden sollte vielleicht, aber eher nicht als Alltagsfahrzeug.

SH300i

Wenn ich mich schon auf einen Chopper eingelassen habe, kann ich ja auch mal Roller fahren. Da mir der Griesgram den SW-T600 weggeschnappt hatte, musste ich mich auf den kleinen Beschränlen. Links ist nicht die Kupplung, und sonst fährt er. Mit etwas Anlauf sogar erstaunlich flott, aber irgendwann fehlte mir das Feedback vom Boden. Da ich Roller wenn überhaupt als Alltags-Stadtgefährte sehe, stört das aber nicht weiter.

Crosrunner

Am Ende haben wir es dann doch geschafft, für jeden der nochmal fahren wollte einen Crossrunner zu bekommen. Das gute Stück hat sich so unauffällig verhalten, dass ich garnicht groß weiß, was ich dazu schreiben soll. Eine angenehm aufrechte Sitzposition, der Motor hat genügend Leistung für flottes fahren (und fängt ab 8000rpm nochmal richtig an, seine Lebenslust herauszuschreien!), ich habe mich einfach draufgesetzt und wohlgefühlt. Und mich prompt vor guter Laune verfahren, aber die anderen in der Gruppe haben mich ja brav wieder eingesammelt :)
Honda selbst ordnet ihn unter "Enduro" ein, was ich angesichts der Federwege und aufgrund der Verkleidung doch eher teuren Stürze nicht so ganz verstehen kann, sie ist halt doch etwas anders als die AT oder Transalp (welche im übrigen leider nicht da war, hätte mich doch auch nochmal interessiert). Ich denke Kawasaki hat hier mit dem Gattungsbegriff "Funduro" recht gut getroffen, aber diesen vermutlich auch schützen lassen. Apropos, eigentlich müsste ich jetzt im Vergleich nochmal die Versys fahren.

Als Hilight der anderen Sorte wurde zwischendrin mehrfach Asimo, der kleine humanoide Roboter, vorgeführt. Die Vorstellung war bei mir nicht ganz so hoch priorisiert, aber fand dann doch genau in einer Fahrzeugdurststrecke statt. Es war durchaus sehr spannend zu sehen, was mittlerweile alles möglich ist, auch wenn auf Hilfsmittel wie IR-Reflektoren zur Positionierung noch nicht ganz verzichtet werden konnte. Der Bursche ist übrigens genauso alt wie ich, hat dafür in dieser Zeit 11 mal seinen Körper gewechselt. Mit dem ersten konnte er kaum richtig gehen, mittlerweile rennt er sehr sicher geradeaus und sogar Kreise und besitzt sogar etwas wie einen Gleichgewichtssinn.
Zwischendurch gab es natürlich auch nochmal leckeres Essen vom Grill, genauso wie direkt morgens ein paar Happen zum Frühstück, ich habe mich doch gut um- und versorgt gefühlt. Bleibt abschließend Honda für die Einladung zu danken, und die Hoffnung, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Ich hätte gerne auch noch eine Runde auf einem der ATVs und im Boot gedreht. Genauso wie ich leider Aarons Nachfolger nicht kennenlernen konnte, denn ich musste am Abend leider schon recht zeitig heimfahren.

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08. 04

Ich muss zugeben, als ich letztes Jahr davon erfuhr, dass ein paar mir rein virtuell bekannte Motorradblogger von Honda eingeladen wurden, um deren aktuelle Modelpalette einen Tag lang probezufahren, war ich schon etwas neidisch. Auch wenn ich dank Stufenführerschein wohl nur ein paar 125er hätte fahren dürfen. Doch dann kam es erstmal viel besser, ich konnte bei der Roadblog-Tour mitfahren, die meisten Leute persönlich kennenlernen, und ein einfach saugeiles Wochenende genießen. Die Surrealität der Erinnerungen in meinem Kopf hält immernoch an, und spätestens zum Jahrestag will ich von den vielen immernoch in meinem Halsfortsatz kreisenden Eindrücken berichtet haben. Aber jetzt steht erstmal ein anderes spannendes Event an!

Vor 2 Tagen überraschte mich ein Anruf aus Dreieich, ein gewisser Aaron Lang hätte darum gebeten mich zu kontaktieren, nur irgendwie kam die Mail nicht an. Als das Stichwort “Testtage” fiel, begann eine Gewisse abstrakte Vorfreude zu wachsen, welche sich nach Ankunft der Mail zu einer konkreten manifestierte. Ich darf Anfang Mai nach Lust und Laune Motorräder testen. Und nicht nur das, irgendwie macht mich als Sportbootführerscheininhaber die Außenbordersparte ja auch etwas an, ich war lange nicht mehr flott motorisiert auf dem Wasser unterwegs.

Und ganz sehe ich den @motorradblogger (mit dem ich die neugierde für den Crossrunner teile), unseren Despoten sowie alle anderen liebenswürdigen Timelinemitglieder wieder. Mal schauen, wenn ich @Kutze21 davon überzeugt bekomme, mit seine DR anzureisen, und Kante sich mit der geringeren Reisegeschwindigkeit anfreunden kann, können wir diese eventuell auf der ATV-Übungsfläche mit aktuellen Modellen vergleichsfahren. Ich freue mich! Jetzt muss ich Montag nurnoch Urlaub einreichen und genehmigt bekommen…

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22. 02

Danke, Garmin, dass ihr mir für das eingesandte zumo 660 (wohlweislich ohne Zubehör, nur das nackte Gerät ohne Akku) nicht nur ein Austauschgerät geschickt habt, sondern gleich ein komplett originalverpacktes Neugerät. Dass ihr euch dann noch Entschuldigt, mein altes Gerät wäre nicht reparierbar gewesen, kommt mir fast schon seltsam vor. Ich fühle mich mehr als Entschädigt. So mit Zweitakku, Zweitladegerät, Zweithalterung und sonstigen Zweitinhalt.

Nur…die zu Weihnachten geschenkt bekommene Zweithalterung ist damit überflüssig geworden, zum Glück habe ich sie noch nicht verwendet, so kann sie OVP weiterverkauft werden. Also wenn jemand Interesse hat ;)

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06. 09

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Werbesprüchen. Doch gelegentlich treffen sie dann doch mal die Realität. So wurde ich vor einiger Zeit auf die Iron Butt Association gestoßen, welche für völlig sinnfreie Aktionen Auszeichnungen anbietet. So stand recht schnell bei einigen anderen Motorradfahrern und mir fest, dass das so blöd ist, dass man es eigentlich mal gemacht haben muss. Und weil Honda Deutschland bzw deren Pressesprecher Aaron Lang auch Twittert sowie schon zu anderen Veranstaltungen Motorradblogger einlud, fragte Kante dort nach, wie es mit einer Unterstützung aussähe. Zu verlieren gab es ja nichts.

Was dann folgte ließ die Gemüter zwischen Dauergrinsen und Fassungslosigkeit schwanken, wir sollten für jeden Fahrer eine VFR1200F mit Doppelkupplungsgetriebe bekommen.

Als das erklärte Ziel, alle Bundesländer in 24h einmal zu durchfahren, stand, kam es zu Missverständnisse in der Kommunikation mit der IBA, welche das Projekt in der geplanten Form scheitern ließen. Doch wir waren schon so weit drin, dass wir unsere gute Laune behielten, und uns nach einem Alternativkonzept umsahen. Und hierbei kam dann der Road-Blog heraus. 8 Spacken, die sich von Motorradbloggern einladen lassen, und zwischiendurch Kilometer machen. Und dazu jede Menge Technik wie Kameras, GPS-Tracker und anderen Blödsinn mitnehmen.

Letzte Woche kam dann auch das letzte persönliche Ausstattungsstück für die Tour an, ein X-Lite X-701 komplett mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, dunklem Visier und in der einzig wahren Farbe lackierter Helmschale. Der erste Test, insbesondere der Reproduziereinheit für menschenverachtende Musik, verlief schon mal sehr gut. Die Route steht auch, jetzt muss es nur noch Samstag werden, dann werde ich ordentlich das Ende meiner Stufenführerscheinzeit feiern!

Also, verfolgt das Geschehen Live auf Road-Blog und Twitter, wenn 8 gestörte die Straßen unsicher machen

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22. 07

Spätestens seitdem ich auf dem Rosinenkalb meiner Freundin saß, war mir klar, dass ich auf der CB500 nicht unbedingt glücklich werde, und etwas enduroesqueres her muss, am besten in etwas leichter und etwas gelendegängiger.

Als brauchbare Schnittmenge von Preis, Gewicht, Leistung und Verfügbarkeit fiel der Fokus recht schnell auf die DR350, welche mit ihren 30PS auf 140kg auch gerade noch in der Stufenführerscheinbegrenzung von 0,16 kW/kg Platz findet. Als ich dann erfuhr, dass eine mit bekannter Vorgeschichte sowie allen mit vertretbarem finanziellen Aufwand gemachten Verbesserungen zum Verkauf stand, war es eigentlich nurnoch eine Frage des wanns, bis sie meine ist. Und durch die Absenz eines E-Starters ist jedes losfahrenankicken auch ein Ereignis für sich, auch wenn sie sich hierbei erfreulich zickfrei verhält.

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10. 02

So, heute war die zweite Runde Schrauben dran, den Krümmer fertigmachen und Ventilspielkontrolle. Diesmal mit musikalischer Liveuntermalung, in den Proberäumen darüber scheint Deathmetal angesagt zu sein. Und nach einer Runde mit der Drahtbürste ist der Krümmer dann auch endlich komplett blank!

Für etwas mehr Spaß zwischendurch habe ich mir dann noch Kante herbeizitiert, als gelernter Automechaniker weiß er, wie sich eine Lehre bei ordentlich eingestelltem Ventil durchziehen lässt. Und ich weiß es eine Einweisung später dann auch!

Danach wird der Krümmer mit dem Dosenlack behandelt, und damit sich der Lack darauf nicht sofort wieder verabschiedet auch wird er danach vor dem Gasofen (so gut wie möglich) vor-eingebrannt. Das Finish darf der Motor selbst mit seinen heißen Gasen erledigen, 8000rpm ohne Endtopf Nachts um Elf sind doch ziemlich laut. Aber dafür hat man eine Werkstatt fernab von jeder Zivilisation! Nur keinen Gehörschutz, der wäre echt angebracht. Dafür qualmt es ordentlich, was ich als Zeichen für ein gutes Einbrennen deute. Kurz darauf tauchte auch die Anwohnerin von nebenan auf, mal kurz schauen, worin diese wohlmodulierten Schallwellen ihre Ursache haben, wobei für diesen Betriebsmodus auch die Bezeichnung "Zwei-in-Null-Auspuffanlage" fiel.

Nur, was war das - es tropft Öl auf den Boden. Da wurde wohl die Ventilkopfdeckeldichtung nicht ganz sauber eingelegt, aber nichts, was man nicht bei montiertem Tank mit etwas fingerspitzengefühl beheben kann, zum Glück. Denn um diese Uhrzeit habe ich dann auf einen Abbau aller Teile bis zum Tank nicht mehr unbedingt die Lust.

Damit muss nurnoch der Endtopf befestigt werden - "Slip-On" ist wohl einer der größten Euphemismen der Neuzeit, ohne gezielte Schläge auf die beteiligten Komponenten wollte da garnichts oneinander slippen.

Update:Der Krümmerlack wollte nicht so wirklich halten, vermutlich wurde er nicht heiß genug eingefahren, was durchaus den negativen Außentemperaturen geschuldet sein kann. Zumindest ein im März probeweise nachlackierter Teil sieht immernoch Klasse aus, für eine Komplettlackierung muss er aber nochmal raus - anders kommt man an viele Stellen nicht, und ohne sauberes vorhergehendes Entrosten dürften weitere Versuche zwecklos sein.

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04. 02

Diese Woche war ich fast schon regelmäßig in der Butze, um endlich mal ein paar Dinge an der CB in Ordnung zu bringen und zu erledigen. Angefangen hat das ganze mit einem recht entspannten Tag zusammen mit Peter, welcher mir beim Entfernen des kompletten Auspuffsystems behilflich war. Aber von vorne:

Auch wenn ich letztes Jahr nicht allzu viel gefahren bin hat es gereicht, die 48Mm zu erreichen, womit mal wieder eine Inspektion mit fast allem drum- und dran fällig ist. Das meiste ist nur Prüfen, mit dem Ölwechsel werde ich noch etwas auf wärmere Temperaturen warten, da ich erst vor 7Mm bei Übernahme des Krades gewechselt habe, und das neue auch nicht gleich wieder mit kaltem feuchten Kurzstreckenbetrieb "ruinieren" möchte. Bleibt an aufwändigen Aufgaben primär die Ventilspielkontrolle übrig, für die Vergasersynchronisation will ich mir nochmal einen Synchrontester in Art von diesem selbst bauen, auch wenn bei einem Zweizylinder wohl ein simples Schlauch-U ausreicht. Zusätzlich war noch das lackieren des Krümmers geplant, da dieser doch farblich eher nach Rost aussieht. Zu Beginn dachte ich auch nur an eine optische Maßnahme, später (s.u.) sollte sich das noch ändern. An Farbe habe ich mir eine Dose Ofenrohrfarbe 1200°C besorgt, in der Hoffnung, dass sie die Temperaturen halbwegs lange überlebt.

Also stehe ich zu Beginn des Tages (Nagut, um 12 Uhr, aber es ist meine Urlaubswoche) in der Butze, im Rucksack ein paar Schleifblätter für den Exzenter und einer Drahtbürste für die Bohrmaschine. Und fluche. Eigentlich hatte ich mal vor, zuerst den Endtopf zu lösen, um danach den Krümmer möglichst Lastfrei abbauem zu können. Etwas Vorsicht schadet ja nie, erst recht nicht bei eher empfindlichen Aluminiumstehbolzen und einem gefühlt 5kg schweren Ofenrohr am anderen Ende. Aber ‘Slip On’ scheint mehr ein zweitklassiger Euphemismus als eine Vorgangsbeschreibung zu sein, so dass ich nach einigen Versuchen die Krümmerschrauben am Motorblock löste, nicht ohne sie davor sicherheitshalber mit WD40 zu behandeln, und die komplette Einheit mit Peters Hilfe abnahm.

Das folgende Trennen dauerte dann unter Zuhilfenahme von Hammer und Meißel (um das Anschlussstück des Endtopfes etwas konisch zu weiten) eine geschätzte Stunde, wobei daran auch die immer wieder zwischengeschobenen Unterhaltungen mit Peter mit Schuld sein dürften. So stark wie die Auspuffdichtung dann noch am Krümmer klebte verwunderte mich dieser innige Zusammehalt dann aber nicht mehr weiter.

Danach begann der Fleißteil der Arbeit, mit Drahtbürste an der Bohrmaschine sämtlichen Dreck, Schmodder und Rost von der Oberfläche entfernen, bis alles wieder schön glänzt. Auf den Bildern erkennt man ganz gut die rostigen Stellen, bei den auf ebenen Flächen liegenden konnte ich mit dem Exzenter noch halbwegs gut das rostige Material komplett entfernen, in den Ecken der Verdickung zur Befestigung am Motorblock oder zwischen den Krümmerrohren war dies leider nicht so möglich. Damit beendete ich den Tag auch mit einem fast fertiggestellten Krümmer und weiteren, günstiger geformten Drahtbürsten auf dem Einkaufszettel.

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14. 10

Gestern Abend zwischen Arbeit und dem Abendessen wurde der Patient (meine Liebste besteht ja darauf, dass ihr Motorrad männlich sei…) in die Werkstatt verfrachtet, wo wir uns zum Abladen glücklicherweise auch eine Rampe der Vespisti nebenan ausleihen konnten.

Das Ergebnis war in gewisser Weise erleichternd, andererseits könnte ich dafür im nach hinein die Werkstatt unangenehm bearbeiten. Vom schlimmsten ausgehend fingen wir an, am Generator die Spannung zwischen den Statorspulen zu messen – 0V. Scheiße, was ist da nur los, aber bevor wir nun unüberlegt schlimmeres anrichten riefen wir nochmal kurz bei unserem persönlichen Schraubergott^H^H^H^H^H^Hberater an. Während dem Gespräch fiel mein Blick auf das verwendete Multimeter, da hat das Drecksding doch die Skala gerade andersherum als mein bisheriges, und AC auf der DC-Einstellung messen wird einfach nichts. Und siehe da, wir bekommen etwas über 60V, das sieht doch gut aus. Also den Laderegler wieder verbunden, den Motor erneut angeworfen, und siehe da, jetzt bekommt die Batterie sogar wieder ihre Ladespannung. Da hat sich doch vermutlich nur ein etwas korrodierter Kontakt als Elektronen-"dukommsthiernichrein" ein Zubrot verdienen wollen, also zur Sicherheit die anderen Steckverbinder auch nochmal geöffnet und etwas freigekratzt.

Von den Dosenschrauber von nebenan haben wir uns ein Starthilfekabel geliehen und damit das gute Stück auch wieder angeworfen bekommen, die Originalbatterie war völlig platt. Nur wollte die Spannung an der Batterie trotz Drehzahl nicht über 13,2 Volt steigen, vermutlich hat die Batterie noch mit der etwas tieferen Entladung von Sonntag zu kämpfen. Aber dafür wird nun auch ein ordentliches Ladegerät angeschafft, falls hierfür jemand eine Empfehlung haben sollte wäre ich dankbar.

Und was lernen wir nun daraus? Eigentlich gleich drei Dinge:

  • Wäre das Bordwerkzeug vollständig gewesen (irgendwie sind da zwei Kreuzschlitz-Klingen drin, aber keiner mit Schlitz) hätte ich gleich am Sonntag die Seitenverkleidung abnehmen können, und die Stecker einmal trennen und wieder zusammenfügen. Nur vermute ich, dass nun derartiges nicht mehr passieren wird. Trotzdem könnte man sich überlegen auf längere Touren das kleine Multimeter einzupacken.
  • Traue keiner Werkstatt - die wollten uns doch wirklich den Strom produzierenden Teil (ja, ich weiß, Energieerhaltungssatz, Umwandlung und so) als defekt verkaufen. Und beim Batteriewechsel vorgestern war der komplette Stecker, welcher den Laderegler mit Generator und Bordnetz verbindet, nicht mehr verbunden. Ich vermute, dass meine Batterie unter anderem so brav gehalten hat, weil ich diesen Stecker wieder verbunden habe und damit auch wieder geladen wurde, denn so korrodiert dass einmal an/abstecken nicht genügend Kontaktfläche reinigen würde, waren die Steckverbinder nicht.
  • Zu guterletzt: Wer misst, misst Mist

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13. 10

Wie mein Schatz bereits berichtete, blieben wir Sonntag Abend mit – wie sich dann später herausstellte leerer Batterie – liegen. Dank Schutzbrief kamen wir auch an diesem Abend problemlos mit einem Mietwagen heim, aber damit hatte ich ein Auto, welches mir nicht gehört, vor der Tür – und Birgits Krad stand irgendwo kurz hinter Aschaffenburg. Desweiteren traute ich – unabhängig von den Kosten – einer Autowerkstatt nicht die Reperatur zu, und somit stand der Entschluss fest. Der Mietwagen muss Montag Abend zurück, das Kalb nach Karlsruhe

Somit nahm ich mir spontan einen halben Tag Urlaub, fuhr nochmal in die Werkstatt, um meine Batterie (2Ah weniger, aber in keiner Dimension größer als die Originale und damit definitiv ins Batteriefach passend) als Reserve einzupacken, und dann nach Karlstein. Dort durfte ich noch 15.- für ein bisschen Dienstleistungen auf den Tresen legen, um eine Tankpause später im Batteriebetrieb über A45, A3, A469 auf die B26 Richtung Darmstadt zu stoßen. 50km später, kaum am Bahnhof Darmstadt Ost vorbeigefahren, verabschiedete sich dann auch die erste Batterie, praktischerweise beim Blinker setzen zum Spurwechsel. Und dies, obwohl ich "vergessen" hatte, das Fahrlicht einzuschalten, und nur mit Standlicht unterwegs gewesen bin.

Also das Kalb schnell auf den Bürgersteig hochgeschoben, dort die Seitenverkleidung abgemacht, um dann die Sitzbank abzuschrauben. Und schon war ich froh, die Werkstatt keine Schraube weitergelassen zu haben. Derjenige, welcher die beiden M6 der Sitzbank festgezogen hatte, war wohl ein Verfechter der "Viel hilft viel"-Schule, so dass ich sie nur mit Mühe und Not an der sowieso per Maulschlüssel nicht allzu gut erreichbaren Stelle gelöst bekam. Bei nächster Gelegenheit werden sie Inbus-Schrauben weichen dürfen, und ein passender Schlüssel wird das Bordwerkzeug ergänzen dürfen.

Der Rest ist schnell erzählt, ca 20-30min später war ich, dann aber aufgrund der fortgeschrittenen Verdunkelung des Himmels mit echtem Abblendlicht, wieder auf der Straße. Die weitere Fahrt gestaltete sich recht unspektakulär, ich kam ohne weitere Zwischenfälle bei meinen Eltern an, die 70km über verdunkelte sich noch nichtmal das Licht besonders besorgniserregend. Ich glaube, da ist so oder so auch eine neue Batterie fällig. Nach einem kleinen Abendessen wurde noch die Sitzbank aus dem T4 meiner Eltern entfernt, der eine Spiegel gelockert und verdreht, und dann über ein schon grenzwertig knackendes Brett als Rampe die Maschine in den Fahrgastraum verladen und dort verzurrt. Und etwas BAB später war ich dann endlich auch daheim.

Da ich aus der Diagnose in der Rechnung nicht ganz schlau werde, ob nun Generator oder Laderegler betroffen sind, ob sie überhaupt die Spulen durchgemessen haben und ähnliches wird die Tage noch eine Bastelsession stattfinden, um je nach Diagnose passende Ersatzteile zu besorgen. Denn als ich um 17:30 zur Abholung aufschlug war leider kein Mechaniker oder anderer Werkstattmitarbeiter mehr vorhanden, welcher mir über die Bemerkungen auf der Rechnung hinausgehende Auskünfte hätte geben können.

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29. 09

Gestern und heute Abend war Schrauben angesagt, jetzt wo es Winter wird ist ein gutes Licht am Krad ja um so wichtiger. Also ging es mir eigentlich darum, die bisher verwendete H4 mit defektem Fahrlicht gegen eine neue zu tauschen. Und nach geschätzten 3h hatte ich dann genug Teile abgebaut, um auch an das Glühobst zu kommen.

Dieses ewige Gemurkse mit der Verkleidung sowie die Tatsache, dass der bisher montierte Scheinwerfer einen stellenweise komplett blinden Reflektor aufwies, bestärkte mich in dem Entschluss sie loszuwerden. Das Geweih für den Schweinwefer war etwas fummelig, sämtliche Steckverbinder in den Scheinwerfer zu verpacken auch, aber im großen und ganzen lief es erstaunlich glatt. Und ich war erstaunt, wie hell doch auf einmal die Welt sein kann, wenn das Licht auch vorne rauskommt.

Update: Da habe ich doch noch einige Dinge vergessen, in meinem Keller schliefen schon seit geraumer Zeit ein neuer Kupplungszug, und die jetzigen Spiegel sind auch nicht mehr original. Dafür sehe ich nun endlich den Verkehr hinter mir ordentlich, und stabiler scheinen sie auch zu sein, zumindest habe ich bis 120 keine Probleme mit Vibrationen. Der Seitenständer bekam auch seine Ration WD40, so dass er nun Bodenkontakt hat bevor ich überhaupt das Gefühl habe ihn runtergedrückt zu haben, sehr angenehm das ganze. Und was die Philips Motovision taugen kann ich nach diesem Winter hoffentlich auch berichten, wobei der Vergleich aufgrund des geänderten Reflektors leicht unfair sein dürfte.

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26. 09

Nach fast einem halben Jahr suche ist es nun endlich soweit, Montag hat meine Freundin durch Zufall ein frisches passendes Angebot gefunden, das noch zu haben war: Eine Schrauberbutze

Ein großer Raum mit 42qm, und zwei kleinere Räume mit genug Platz für Regale und Lagerflächen. Und dazu insgesamt vier Kradler und ein "Strampler", so dass die Kosten im überschaubaren Rahmen bleiben. Dazu Straßenbahn in Laufweite, für Notfälle unter 1km zu Baumarkt/Louis, und Werkbank sowie Regale sind auch schon dabei. Und viel Dreck...

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22. 03

Genau wie Enno nahm ich gestern an einem Fahrsicherheitstraining des ADAC auf dem Gelände des AMC Kronau teil. Insgesamt war es ein sehr gelungener, wenn auch anstrengender Tag, der mich sicherlich weitergebracht hat, aber auch ganz klar Punkte aufgezeigt hat, an denen ich in Zukunft noch arbeiten sollte und muss.

Aber der Reihe nach, am morgen durfte ich erst einmal feststellen, dass es die Nacht über wirklich Frost gab, dementsprechend kam ich auch leicht durchgefroren an, minusgradfest ist meine Ausrüstung dann doch nicht.

Nach einer kleinen Vorstellungsrunde sowie einem Gespräch über Wünsche und Erwartungen an das Training ging es dann auch auf die Moppeds, für eine Runde "Frühsport", also Fahren im eigenstabilen Bereich und dabei Arme, Beine oder Oberkörper von den ihnen zugedachten Orten am Motorrad wegbewegeb.

Weiter ging es mit Langsamfahrtraining, also Anfahren und Anhalten, Slalom, Bergauf- und Bergabfahrten mit Schrittgeschwindigkeit, wobei ich hierbei durch die nicht allzu weit zurückliegende Fahrschule nach einem kurzen Nachjustieren des Spiels beim Kupplungszug keine Probleme mehr hatte.

Die nächsten Übungen waren alle dem Kurvenfahren sowie Anhalten, Ausweichen und deren Kombinationen geschuldet. Zuerst wurde das Einlenken in eine Kurve durch leichten Druck auf die "falsche" Lenkerseite geübt, danach diese Übung durch ein eine Straßenblockade anzeigendes Hanzeichen erweitert, so dass spontanes ausweichen simuliert wurde. Danach gab es 50%-Bremsungen und Vollbremsungen aus 30 und 50km/h, als letztes wurden die Ausweichübung durch vorheriges Abbremsen erweitert. Abgeschlossen wurde dieser Block durch eine Bremsdemonstration unter Berücksichtigung der Reaktionszeit, welche recht klar zeigte, weshalb 20km/h Geschwindigkeitsunterschied zwischen einer Kollision mit 50km/h und einem rechtzeitigen Anhalten liegen.

Zuletzt ging es noch um die richtige Blicktechnik sowie die theorethische Spurführung beim sicheren Fahren von Kurven, und jeder durfte sich in der Kreisbahn einmal an seine Grenzen herantasten sowie die unterschiedlichen machbaren Radien bei verschiedenen Kurvenfahrtechniken evaluieren.

Insgesamt kann ich das Training nur weiterempfehlen, und werde es mit Sicherheit nächstes Jahr wieder besuchen, wenn es gut läuft mit anschließendem Intensiv-Training.

Als wir am Ende verabschiedet wurden, meinte der Leiter, die Leute, die noch arbeiten, sollten sich einmal bei ihrer Berufsgenossenschaft erkundigen, ob diese nicht auch Fahrsicherheitstrainings bezahle. Und dazu passte auch der Altersschnitt, neben mir waren noch zwei von 16 Teilnehmern unter 30, der Rest bewegte sich in der Region 40-70.

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