10. 02

So, heute war die zweite Runde Schrauben dran, den Krümmer fertigmachen und Ventilspielkontrolle. Diesmal mit musikalischer Liveuntermalung, in den Proberäumen darüber scheint Deathmetal angesagt zu sein. Und nach einer Runde mit der Drahtbürste ist der Krümmer dann auch endlich komplett blank!

Für etwas mehr Spaß zwischendurch habe ich mir dann noch Kante herbeizitiert, als gelernter Automechaniker weiß er, wie sich eine Lehre bei ordentlich eingestelltem Ventil durchziehen lässt. Und ich weiß es eine Einweisung später dann auch!

Danach wird der Krümmer mit dem Dosenlack behandelt, und damit sich der Lack darauf nicht sofort wieder verabschiedet auch wird er danach vor dem Gasofen (so gut wie möglich) vor-eingebrannt. Das Finish darf der Motor selbst mit seinen heißen Gasen erledigen, 8000rpm ohne Endtopf Nachts um Elf sind doch ziemlich laut. Aber dafür hat man eine Werkstatt fernab von jeder Zivilisation! Nur keinen Gehörschutz, der wäre echt angebracht. Dafür qualmt es ordentlich, was ich als Zeichen für ein gutes Einbrennen deute. Kurz darauf tauchte auch die Anwohnerin von nebenan auf, mal kurz schauen, worin diese wohlmodulierten Schallwellen ihre Ursache haben, wobei für diesen Betriebsmodus auch die Bezeichnung "Zwei-in-Null-Auspuffanlage" fiel.

Nur, was war das - es tropft Öl auf den Boden. Da wurde wohl die Ventilkopfdeckeldichtung nicht ganz sauber eingelegt, aber nichts, was man nicht bei montiertem Tank mit etwas fingerspitzengefühl beheben kann, zum Glück. Denn um diese Uhrzeit habe ich dann auf einen Abbau aller Teile bis zum Tank nicht mehr unbedingt die Lust.

Damit muss nurnoch der Endtopf befestigt werden - "Slip-On" ist wohl einer der größten Euphemismen der Neuzeit, ohne gezielte Schläge auf die beteiligten Komponenten wollte da garnichts oneinander slippen.

Update:Der Krümmerlack wollte nicht so wirklich halten, vermutlich wurde er nicht heiß genug eingefahren, was durchaus den negativen Außentemperaturen geschuldet sein kann. Zumindest ein im März probeweise nachlackierter Teil sieht immernoch Klasse aus, für eine Komplettlackierung muss er aber nochmal raus - anders kommt man an viele Stellen nicht, und ohne sauberes vorhergehendes Entrosten dürften weitere Versuche zwecklos sein.

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04. 02

Diese Woche war ich fast schon regelmäßig in der Butze, um endlich mal ein paar Dinge an der CB in Ordnung zu bringen und zu erledigen. Angefangen hat das ganze mit einem recht entspannten Tag zusammen mit Peter, welcher mir beim Entfernen des kompletten Auspuffsystems behilflich war. Aber von vorne:

Auch wenn ich letztes Jahr nicht allzu viel gefahren bin hat es gereicht, die 48Mm zu erreichen, womit mal wieder eine Inspektion mit fast allem drum- und dran fällig ist. Das meiste ist nur Prüfen, mit dem Ölwechsel werde ich noch etwas auf wärmere Temperaturen warten, da ich erst vor 7Mm bei Übernahme des Krades gewechselt habe, und das neue auch nicht gleich wieder mit kaltem feuchten Kurzstreckenbetrieb "ruinieren" möchte. Bleibt an aufwändigen Aufgaben primär die Ventilspielkontrolle übrig, für die Vergasersynchronisation will ich mir nochmal einen Synchrontester in Art von diesem selbst bauen, auch wenn bei einem Zweizylinder wohl ein simples Schlauch-U ausreicht. Zusätzlich war noch das lackieren des Krümmers geplant, da dieser doch farblich eher nach Rost aussieht. Zu Beginn dachte ich auch nur an eine optische Maßnahme, später (s.u.) sollte sich das noch ändern. An Farbe habe ich mir eine Dose Ofenrohrfarbe 1200°C besorgt, in der Hoffnung, dass sie die Temperaturen halbwegs lange überlebt.

Also stehe ich zu Beginn des Tages (Nagut, um 12 Uhr, aber es ist meine Urlaubswoche) in der Butze, im Rucksack ein paar Schleifblätter für den Exzenter und einer Drahtbürste für die Bohrmaschine. Und fluche. Eigentlich hatte ich mal vor, zuerst den Endtopf zu lösen, um danach den Krümmer möglichst Lastfrei abbauem zu können. Etwas Vorsicht schadet ja nie, erst recht nicht bei eher empfindlichen Aluminiumstehbolzen und einem gefühlt 5kg schweren Ofenrohr am anderen Ende. Aber ‘Slip On’ scheint mehr ein zweitklassiger Euphemismus als eine Vorgangsbeschreibung zu sein, so dass ich nach einigen Versuchen die Krümmerschrauben am Motorblock löste, nicht ohne sie davor sicherheitshalber mit WD40 zu behandeln, und die komplette Einheit mit Peters Hilfe abnahm.

Das folgende Trennen dauerte dann unter Zuhilfenahme von Hammer und Meißel (um das Anschlussstück des Endtopfes etwas konisch zu weiten) eine geschätzte Stunde, wobei daran auch die immer wieder zwischengeschobenen Unterhaltungen mit Peter mit Schuld sein dürften. So stark wie die Auspuffdichtung dann noch am Krümmer klebte verwunderte mich dieser innige Zusammehalt dann aber nicht mehr weiter.

Danach begann der Fleißteil der Arbeit, mit Drahtbürste an der Bohrmaschine sämtlichen Dreck, Schmodder und Rost von der Oberfläche entfernen, bis alles wieder schön glänzt. Auf den Bildern erkennt man ganz gut die rostigen Stellen, bei den auf ebenen Flächen liegenden konnte ich mit dem Exzenter noch halbwegs gut das rostige Material komplett entfernen, in den Ecken der Verdickung zur Befestigung am Motorblock oder zwischen den Krümmerrohren war dies leider nicht so möglich. Damit beendete ich den Tag auch mit einem fast fertiggestellten Krümmer und weiteren, günstiger geformten Drahtbürsten auf dem Einkaufszettel.

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