14. 10

Gestern Abend zwischen Arbeit und dem Abendessen wurde der Patient (meine Liebste besteht ja darauf, dass ihr Motorrad männlich sei…) in die Werkstatt verfrachtet, wo wir uns zum Abladen glücklicherweise auch eine Rampe der Vespisti nebenan ausleihen konnten.

Das Ergebnis war in gewisser Weise erleichternd, andererseits könnte ich dafür im nach hinein die Werkstatt unangenehm bearbeiten. Vom schlimmsten ausgehend fingen wir an, am Generator die Spannung zwischen den Statorspulen zu messen – 0V. Scheiße, was ist da nur los, aber bevor wir nun unüberlegt schlimmeres anrichten riefen wir nochmal kurz bei unserem persönlichen Schraubergott^H^H^H^H^H^Hberater an. Während dem Gespräch fiel mein Blick auf das verwendete Multimeter, da hat das Drecksding doch die Skala gerade andersherum als mein bisheriges, und AC auf der DC-Einstellung messen wird einfach nichts. Und siehe da, wir bekommen etwas über 60V, das sieht doch gut aus. Also den Laderegler wieder verbunden, den Motor erneut angeworfen, und siehe da, jetzt bekommt die Batterie sogar wieder ihre Ladespannung. Da hat sich doch vermutlich nur ein etwas korrodierter Kontakt als Elektronen-"dukommsthiernichrein" ein Zubrot verdienen wollen, also zur Sicherheit die anderen Steckverbinder auch nochmal geöffnet und etwas freigekratzt.

Von den Dosenschrauber von nebenan haben wir uns ein Starthilfekabel geliehen und damit das gute Stück auch wieder angeworfen bekommen, die Originalbatterie war völlig platt. Nur wollte die Spannung an der Batterie trotz Drehzahl nicht über 13,2 Volt steigen, vermutlich hat die Batterie noch mit der etwas tieferen Entladung von Sonntag zu kämpfen. Aber dafür wird nun auch ein ordentliches Ladegerät angeschafft, falls hierfür jemand eine Empfehlung haben sollte wäre ich dankbar.

Und was lernen wir nun daraus? Eigentlich gleich drei Dinge:

  • Wäre das Bordwerkzeug vollständig gewesen (irgendwie sind da zwei Kreuzschlitz-Klingen drin, aber keiner mit Schlitz) hätte ich gleich am Sonntag die Seitenverkleidung abnehmen können, und die Stecker einmal trennen und wieder zusammenfügen. Nur vermute ich, dass nun derartiges nicht mehr passieren wird. Trotzdem könnte man sich überlegen auf längere Touren das kleine Multimeter einzupacken.
  • Traue keiner Werkstatt - die wollten uns doch wirklich den Strom produzierenden Teil (ja, ich weiß, Energieerhaltungssatz, Umwandlung und so) als defekt verkaufen. Und beim Batteriewechsel vorgestern war der komplette Stecker, welcher den Laderegler mit Generator und Bordnetz verbindet, nicht mehr verbunden. Ich vermute, dass meine Batterie unter anderem so brav gehalten hat, weil ich diesen Stecker wieder verbunden habe und damit auch wieder geladen wurde, denn so korrodiert dass einmal an/abstecken nicht genügend Kontaktfläche reinigen würde, waren die Steckverbinder nicht.
  • Zu guterletzt: Wer misst, misst Mist

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Wenn so ein 12V-Akku erstmal auf unter 10,5V tiefentladen war kannste den eigentlich abschreiben. Insbesondere im Winter wird der nicht mehr halten. Und ein defekter Akku kann Dir ohne Probleme die LiMa (genauer gesagt die Dioden in der LiMa) killen, das hab ich am Auto schon erleben & bezahlen dürfen. Dagegen ist ein neuer Akku ein Schnäppchen.
#1 sur5r (Homepage) am 14.10.2009 16:05
Moin,

Wenn der Akku erstmal tiefentladen war kannst Du den wegschmeißen. Als Ladegerät empfiehlt sich Optimate.

Ciao, Holger
#2 Holger Issle (Homepage) am 13.03.2010 09:06
Der Akku war wohl nicht wirklich (kritisch) Tiefentladen, er tut immernoch 1a, hat ca 3 Monate stand im Winter ohne Laden überstanden, insofern mache ich mir da keine Sorgen.

Und Ladegerät ist der Procharger geworden, einfach weil er für 36.- günstig auf dem Weg zur Butze mitnehmbar war ;)
#3 mømø (Homepage) am 15.03.2010 10:36

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