25. 05
Wenn ich mit der Regionalbahn von Großsachsen-Heddesheim nach Frankfurt am Main HBF fahren möchte, zahle ich dafür mit Bahncard25 7,95€. Wenn ich in den selben Zug in Weinheim, je nach Zug eine oder zwei Haltestellen später, einsteige, darf ich hierfür 12,50€ zahlen.
Wie kommt es zu dieser Differenz?
Schauen wir uns die Verkehrsverbünde an, in denen die Haltestellen liegen:
- Großsachsen-Heddesheim liegt im VRN
- Leutershausen ist Übergangsgebiet VRN/RMV
- Weinheim ist Übergangsgebiet VRN/RMV
Logisch gesehen sollte in Leutershausen die Situation genauso wie in Weinheim sein, also dass die DB-Auskunft mir keinen Preis nennt, sondern nur die RMV-Auskunft. Seltsamerweise bekomme ich hier jedoch nirgends einen Preis angezeigt!
Dass ich für 6 Minuten und in etwa 10km mehr Fahrt im gleichen Zug 4.55€ weniger zahle ist für mich weder intuitiv noch logisch! Andersrum wird dann der Schuh draus: Als Einwohner von Weinheim zahle ich 2.60€ mit BC-Rabatt (den gibt es im VRN nämlich) von Weinheim nach Großsachsen, um dort in den Zug nach FFM einzusteigen. Somit fahre ich eine kleine Strecke hin- und her, spare dadurch aber 1.95€. Ob einem diese Ersparniss den Zeitmehraufwand Wert ist ist die eine Sache, dass da irgendwo was nicht stimmen kann wird aber umso einleuchtender demonstriert.
Kommentare
Aber warum willst du Hin- und Herfahren? Kauf einfach die längere Fahrt und steige später ein, daran hindert dich doch keiner, oder?
Joachim hat ganz recht, bei einer Fahrt von Giengen nach Ulm (beide Verkehrsverbund Ulm, glaub DING heisst das) war es auch billiger für mich, eine deutlich weitere Strecke als nur bis nach Ulm zu lösen, weil der Zielpunkt wieder ausserhalb des Verbunds und wieder DB-Netz ist. Und da gilt die Bahncard wieder. Entscheidend ist einfach, dass Anfang und Ende deiner Fahrt im DB-Netz liegen.
Absurder Tarifblödsinn...

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