08. 07
Letztes Wochenende war mit 10, 11, 12 (ja, es wurden mit der Zeit mehr) Chaoten aus dem Channel !eof auf einem kleindeutschen Campingplatz am Bannsee. Dieser Bannsee ist ein kleines Algenloch in der Nähe von Banndorf, welches selbst irgendwo im Norden von Hannover liegt.
Ich selbst habe, wie so oft eher knapp, am Freitag um 11:10 meinen Zug am Karlsruher HBF bekommen, um daraufhin mit einem IC nach Hannover zu gelangen. Netterweise war dieser WM-Sonderzug komplett aus alten IR-Wägen zusammengesetzt, so dass es mit der bei der Reservierung versprochenen Steckdose am Sitzplatz nichts mehr wurde, ich mich also ab dann mit IRC vom Handy aus zufrieden geben musste - das aber allzu oft an Netzwechseln o2 <-> T-Mobile und damit abbrechen der GPRS-Verbindung sowie Funklöchern scheiterte. Es wird Zeit für eine T-Mobile-GPRS-Karte :D.
Aber zurück zum eigentlichen Inhalt, als ich nach je einer halben Stunde S-Bahn- und Busfahrt endlich in Mardorf ankam, wo ich dann allerdings die einzige zum Zelten geeignete FLäche auf dem Campingplatz nicht fand. Also ab ins IRC, wo dann auch gerade unser Holländer jointe; mit einem verräterischen "Camp" am Nickende. Er holte mich dann auch am Eingang ab, und es stellte sich heraus, dass wir ab Hannover im gleichen Zug saßen, er aber ab Neustadt am Rübenberge (wie es sich für einen Holländer gehört) mit dem Rad gefahren ist. Somit vernichteten wir beim warten auf die anderen bereits 1.5Liter Bier - das Wochenende war eingeläutet!
Als endlich alle da waren, vor allem MichiK mit unserer Mate (direkt vom Shopblogger und Jever Maibock sowie jchome mit dem Zelt (nein, ich bin immer noch nicht schwanger!) da waren, konnte der Abend entspannt mit Bier, Tschunk sowie echtem Slivovic (mit 47 Umdrehungen) losgehen. Irgendwann schauten auch nochmal kurz telmich and moijven rein, dann besorgten wir uns noch etwas Kräuterbaguette beim Platzchef, welches wir dann auf einem improvisierten Grill (die Originalbeine wollten nicht halten) warmmachten bis verbrannten. Einige Zeit später fielen alle mehr- oder weniger angetrunken ins Zelt, aber nicht, ohne dass Vee, jchome und ich davor uns noch im Waschhäuschen die Zähne geputzt haben!
Am nächsten morgen brachte der Zeltwart uns das am Abend davor bestellte Frühstück vorbei und nutzte die Gelegenheit gleich noch, um uns wegen des Platzzustandes anzupaulen. Mit Hife einer improvisierten Kaffeemaschine versuchten wir uns das extenzeill wichtige Heißgetränk zu brauen, es hat auch so halbwegs funktioniert. Eine kleine Aufräumsession später machten wir uns auf den Weg zum Einkaufen, wir brauchten Alkohol, Alkohol, Dosenravioli und einen neuen Grill. Um 150Euro ärmer erreichten wir den Platz, räumten das Auto aus und dann los an das Steinhuder Meer zum segeln, für mich persönlich der Höhepunkt des Camps:
Der erste Verleih hatte keine Segelboote in Größe und Menge für uns geeignet, so dass wir einen zweiten aufsuchten, welcher uns dann zwei sehr gemütliche Jollen sowie ein Elektroboot verlieh, da 10 Menschen nicht in zwei Segelboote zu je drei Personen passen, und nur BugBlue und ich einen Segelschein haben. Ich war seit nahezu drei Jahren nicht mehr auf dem Wasser, und kaum waren (nach einer sehr chaotischen Ablegeaktion und einer fast-Kollision mit dem Steg) die Segel gesetzt, wurde mir bewusst, wie ich dieses Gefül doch vermisst hatte. Du sitzt da, nur vom Wind angetrieben, hörst nichts außer dem Schlag der Wellen an deinen Rumpf und dem bei stärkeren Böen ächzenden Material, gleitest einfach dahin...das ist für mich ein bisschen Freiheit, die man in dieser Welt halbwegs einfach erreichen kann!
Irgendwann am Nachmittag tauchte dann auch mcfly auf, so dass das nicht-Segel-Team ihren elektrischen Antrieb gegen ein Tretboot eintauschte, mit welchem wir etwas später auch einen Austausch vornahmen, so dass von den mittlerweile 11 Menschen immerhin 10 zum (Mit-)Segeln kamen. Das Saufen am Abend wurde diesmal von mcfly und seinen sehr Interessanten Erzählungen über die amerikanische Hackerszene ergänzt, und dazu wurde noch sehr viel über andere technische Themen wie Backupstrategien, Backup etc geredet.
Am Sonntag räumten wir unseren Platz komplett auf, und dann fuhr mich MichiK noch in die Hannoveraner Innenstadt, in welcher ich dann bis 20h auf meinen ICE warten durfte, um um ca 1 Uhr Nachts (in der dann doch sehr verlassen erscheinenden Wohnung, wenn man davor 24/7 mit nem Haufen anderer Geeks rumhing) endlich zuhause anzukommen. Schlaf!

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