19. 09

Nachdem Honda schon letztes Jahr beim Roadblog großartig unterstützte, sah es erst aus, als würde die Truppe dieses Jahr nichts gemeinsam Unternehmen. Insgesamt waren wir doch alle etwas beschäftigt, sei es durch Jobwechsel, beginnendes Studium, eine Hochzeit oder sonstige Ereignisse.

Umso größer war die Freude, als sich Oliver Franz, Hondas Pressemensch, bei uns meldete, und meinte, es sei da was in der Queue. Und was da Ansteht!

Aber der Reihe nach: Die Veranstaltung läuft unter dem Titel “Countdown to Imola”, was schon die Hälfte verrät. Es geht nach Italien, das Team Castrol-Honda Superbike-Team in seiner Box und beim Rennen besuchen. Und wie es sich eigentlich für Kradfahrer gehört, nicht wie beim Roadblog einfach Stumpf über die Dosenbahn braten, sondern einmal quer über die Alpen, mit Übernachtung in WLAN-Versorgten Hotels, so dass wir auch von unterwegs über ein bisschen Handy-Datenflat und später dann Roaming-Wahnsinn hinaus berichten können.

Und wie das halt so ist, als Motorrad-Hersteller, stellt man Motorräder her. Und diese möchten dann auch Gefahren werden, so dass wir uns ausführlich durch die Modellpalette durchtauschen können. Zur Auswahl stehen daher dieses Jahr 5 Modelle…

  • VFR1200F mit und ohne DCT
  • CB1300
  • Fireblade
  • Varadero
  • Crossrunner
…für 10 Fahrer:

Und wie das halt so ist bei Pressemenschen, kennen die wieder andere Pressemenschen, so dass sie jedes mal noch andere tolle Goodies organisieren können. So bekommen wir dieses Jahr von Ortlieb eine Auswahl an Gepäcksystemen gestellt, damit unsere Wäsche (und natürlich die ganze Technik, die man auf so einer Web2.0-Tour mitschleppt) trocken über die Alpen kommt. Da es als Fahrer mit trocken bleiben nicht getan ist (es ist schließlich in den Alpen kalt geworden), versorgt uns Rukka mit einer Auswahl an wärmender Unterbekleidung. Der Kopf darf wie schon auf der letzten Tour in einen X-Lite Helm gesteckt werden (dessen Späße mit dem Bluetooth-System eigentlich mehr als einen eigenen Artikel wert sind, irgendwo verschluckt nur Twitter immer diese ganzen kleinen Anekdoten für sich), und um das ganze für die Nachwelt festzuhalten sind wieder Kameras von HeKaSys mit an Board (und wer jetzt über eine Anschaffung nachdenkt, wer "Honda" in das Kommentarfeld schreibt bekommt ganze 10% Rabatt!).

Jetzt bleiben mir noch 3 Tage Vorfreude zu überwältigen, bis es Donnerstag früh losgeht, ich viele alte und auch neue Gesichter wiedersehe, Samstag bei 30° ins italienische Mittelmeer springe und Sonntag Boxenluft schnuppere. Hoffentlich vergesse ich dieses Jahr nicht das klare Visier, und auch Gehörschutz sollte wohl dabei sein.

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07. 06

Nachdem ich schon mehrfach Anleitungen gesehen habe, nach denen die Litzen einfach übereinandergelegt oder verzwirbelt und dann verlötet werden, wollte ich hier nochmal die von mir präferierte Methode vorstellen. Diese wurde unter anderem in Mo 03/2011 als “Wrap-Technik” vorgestellt. Sie hat den Vorteil, dass die Lötstelle nicht gleichzeitig die mechanische Verbindung darstellt. Bei klassischen Stoßverbindungen wird oft die Lötstelle nicht genug erhitzt, da die Litze im kompletten Durchmesser auf Temperatur gebracht werden müsste, falls doch, zieht sich durch den Kapilareffekt gerne Lötzinn weiter hinein. Im ersten Fall erhält man eine kalte Lötstelle, im zweiten ist sie durch die Versteifung unnötig bruchgefährdet.

ca 1 und 3 cm weit die Isolierung entfernen
ca 2/3 der Adern auf die Länge des kurzen Stücks abknipsen
Die beiden Büschel ineinanderschieben
Das lange Büschel um die kurzen Wickeln, dabei kann das Halten mit einer Zange helfen…
…bis es vollständig umschlossen ist. Elektrisch ist durch das feste Wickeln der Kontakt hergestellt,…
…doch sichern wir das Ende noch mit etwas Lötzinn.

 

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05. 05

Nun ist der Mai bereits fast vorbei, doch die Erinnerung an ein Hilight noch lange nicht verblasst: Die Power-of-Dreams-Testtage 2011 in und um die Honda-Akademie in Erlensee. Dort, wo normalerweise Schulungen und Fortbildungen stattfinden, durften am letzten der 3 Tage auch noch "Webaktive" zusätzlich zu Journalisten die Produktpalette testen.

Und so stand ich um unmenschliche 6:30 am Freitag auf, um pünktlich @broaaaa aufzusammeln, der sich pünktlich 2 Tage zuvor unsanft absteigen lassen hat, und daher nicht mehr selber fahren konnte. Gleichzeitig begann hier auch schon eine, wenn auch Markenfremde, Premiere: Für die Fahrt hatte ich mir bei Stadtmobil einen Toyota Prius Hybrid geliehen, welcher durch den Hybridantrieb als auch durch das fehlende dritte Pedal für mich eine Neuheit war. Die erfolgreiche Umgewöhnung wurde dann auch prompt kurz nach dem Kreuz Heidelberg getestet, als ein LKW geschätzte 20m vor mir es für eine gute Idee hielt, auf meine Spur zu wechseln. Ich habe erfolgreich Bremse, Hupe und das Lenkrad zum Spur halten auf Anhieb getroffen, und konnte die kinetische Energie aus 100km/h Geschwindigkeitsdifferenz erfolgreich in Wärme und ein bisschen Batterieladung umsetzen. Und nach zwei weiteren kleinen Widrigkeiten kamen mein persönlicher Photograph und ich dann doch noch pünktlich um 9:30 an!
#img-delay

CBR250R

Nach einer kurzen Registrierung als fahrer ging es dann los, ich hatte mir als Plan vorgenommen, mich leistungsmäßig den Tag über zu steigern. Damit traf sich recht gut, dass ein paar der CBR250R direkt zu Beginn frei waren. Und so startete ich genau wie Pistonpin mit 26,4PS in den Tag. Ich muss sagen, so wirklich kam ich mit ihr nicht zurecht. Man kam zwar auf der Autobahn gebückt auf 170, aber die Leistung erfährt der Motor nur durch Drehzahl. Ich bin von meiner DR350 mit 30PS ähnliche Leistungen gewohnt, aber da hat man untenrum wenigstens das Gefühl das etwas zieht. Auf der 250er war mein typisches Fahrverhalten einfach Gas aufreißen, vom stottern durch den Begrenzer überrascht werden, schalten. Und in den Kurven konnte ich mich auch nicht wirklich mit ihr anfreunden. Im Rückblick gehe ich davon aus, dass ich nach der Dosenanfahrt und so früh am Morgen mich erstmal wieder ins Zweirädrige einfinden musste, und sie daher für eine wirkliche Aussage noch einmal probefahren müsste. Doch dafür war am Abend leider keine Zeit mehr.

Mit Mark, welcher Privat mit der KLX250 auch in der selben Hubraumklasse unterwegs ist, tauschte ich meine Erlebnisse aus. Er selber hatte auch die Erfahrung gemacht, dass sich aus den Motoren, gerade mit Einspritzung, doch noch ein klein bisschen was an Leistung und Fahrbarkeit herausholen lässt. Wäre mal spannend zu sehen, ob da auch was geht.

VT750S

Da alles “normale”weg war, entschieden sich @schrm und ich dafür, wenigstens einmal im Leben "Cruiser" zu fahren. Fundierter lästern und so…
Und was soll ich da groß zu sagen? Aufsteigen, mit den Füßen in der Luft rumrudern, irgendwo ganz vorne eine Ablagemöglichkeit finden. In der ersten Rechtskurve den Stiefel nicht völlig auf der Raste haben, und auf einmal schleift er am Asphalt. Gemütlich links abbiegen, und die Raste kratzt. Gleichzeitig nimmt man eine völlig entspannte Haltung an, die Maschine fordert überhaupt nicht. Man fragt sich mit 100 auf der Landstraße, ob man nicht schon zu schnell ist, und beruhigt sich durch einen Blick auf den Tacho. Fährt gefühlt untertourig eine Steigung, und lässt sich explosionsweise vorwärtsschubsen.
Es ist ein völlig anderer Typ Fahrzeug, der dummerweise auch auf 2 Rädern mit einem Motor dazwischen basiert, und daher fälschlicherweise Motorrad genannt wird. Absolut nicht mein Fall, aber probiert haben sollte man es mal.

CBR600RR

Der große Bruder des ersten Motorrads. Ich fühle mich sofort wohl, aber getriezt. Ein williges Stück Metall unter mir, welches gefahren und gedreht werden möchte, sich willig in jede Kurve schmeißen lässt, und Geschwindigkeit fordert um durch den Fahrtwind den Rücken anzuheben und die Arme zu entlasten. Sie macht richtig Laune, nach den 30km wäre ich am liebsten noch einmal umgedreht und die Runde noch einmal gefahren. Der Motor bietet für mich auch in den niedrigen Drehzahlen genug Schub um sich im Alltag flott fortzubewegen. Aber ich hätte Angst, mich von ihr zu sehr anstacheln zu lassen, und am Ende der leidtragende zu sein, weil ich über meine Grenzen hinausgegangen bin. Falls ich im Alter nochmal vernünftiger werden sollte vielleicht, aber eher nicht als Alltagsfahrzeug.

SH300i

Wenn ich mich schon auf einen Chopper eingelassen habe, kann ich ja auch mal Roller fahren. Da mir der Griesgram den SW-T600 weggeschnappt hatte, musste ich mich auf den kleinen Beschränlen. Links ist nicht die Kupplung, und sonst fährt er. Mit etwas Anlauf sogar erstaunlich flott, aber irgendwann fehlte mir das Feedback vom Boden. Da ich Roller wenn überhaupt als Alltags-Stadtgefährte sehe, stört das aber nicht weiter.

Crosrunner

Am Ende haben wir es dann doch geschafft, für jeden der nochmal fahren wollte einen Crossrunner zu bekommen. Das gute Stück hat sich so unauffällig verhalten, dass ich garnicht groß weiß, was ich dazu schreiben soll. Eine angenehm aufrechte Sitzposition, der Motor hat genügend Leistung für flottes fahren (und fängt ab 8000rpm nochmal richtig an, seine Lebenslust herauszuschreien!), ich habe mich einfach draufgesetzt und wohlgefühlt. Und mich prompt vor guter Laune verfahren, aber die anderen in der Gruppe haben mich ja brav wieder eingesammelt :)
Honda selbst ordnet ihn unter "Enduro" ein, was ich angesichts der Federwege und aufgrund der Verkleidung doch eher teuren Stürze nicht so ganz verstehen kann, sie ist halt doch etwas anders als die AT oder Transalp (welche im übrigen leider nicht da war, hätte mich doch auch nochmal interessiert). Ich denke Kawasaki hat hier mit dem Gattungsbegriff "Funduro" recht gut getroffen, aber diesen vermutlich auch schützen lassen. Apropos, eigentlich müsste ich jetzt im Vergleich nochmal die Versys fahren.

Als Hilight der anderen Sorte wurde zwischendrin mehrfach Asimo, der kleine humanoide Roboter, vorgeführt. Die Vorstellung war bei mir nicht ganz so hoch priorisiert, aber fand dann doch genau in einer Fahrzeugdurststrecke statt. Es war durchaus sehr spannend zu sehen, was mittlerweile alles möglich ist, auch wenn auf Hilfsmittel wie IR-Reflektoren zur Positionierung noch nicht ganz verzichtet werden konnte. Der Bursche ist übrigens genauso alt wie ich, hat dafür in dieser Zeit 11 mal seinen Körper gewechselt. Mit dem ersten konnte er kaum richtig gehen, mittlerweile rennt er sehr sicher geradeaus und sogar Kreise und besitzt sogar etwas wie einen Gleichgewichtssinn.
Zwischendurch gab es natürlich auch nochmal leckeres Essen vom Grill, genauso wie direkt morgens ein paar Happen zum Frühstück, ich habe mich doch gut um- und versorgt gefühlt. Bleibt abschließend Honda für die Einladung zu danken, und die Hoffnung, nächstes Jahr wieder dabei sein zu dürfen. Ich hätte gerne auch noch eine Runde auf einem der ATVs und im Boot gedreht. Genauso wie ich leider Aarons Nachfolger nicht kennenlernen konnte, denn ich musste am Abend leider schon recht zeitig heimfahren.

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08. 04

Ich muss zugeben, als ich letztes Jahr davon erfuhr, dass ein paar mir rein virtuell bekannte Motorradblogger von Honda eingeladen wurden, um deren aktuelle Modelpalette einen Tag lang probezufahren, war ich schon etwas neidisch. Auch wenn ich dank Stufenführerschein wohl nur ein paar 125er hätte fahren dürfen. Doch dann kam es erstmal viel besser, ich konnte bei der Roadblog-Tour mitfahren, die meisten Leute persönlich kennenlernen, und ein einfach saugeiles Wochenende genießen. Die Surrealität der Erinnerungen in meinem Kopf hält immernoch an, und spätestens zum Jahrestag will ich von den vielen immernoch in meinem Halsfortsatz kreisenden Eindrücken berichtet haben. Aber jetzt steht erstmal ein anderes spannendes Event an!

Vor 2 Tagen überraschte mich ein Anruf aus Dreieich, ein gewisser Aaron Lang hätte darum gebeten mich zu kontaktieren, nur irgendwie kam die Mail nicht an. Als das Stichwort “Testtage” fiel, begann eine Gewisse abstrakte Vorfreude zu wachsen, welche sich nach Ankunft der Mail zu einer konkreten manifestierte. Ich darf Anfang Mai nach Lust und Laune Motorräder testen. Und nicht nur das, irgendwie macht mich als Sportbootführerscheininhaber die Außenbordersparte ja auch etwas an, ich war lange nicht mehr flott motorisiert auf dem Wasser unterwegs.

Und ganz sehe ich den @motorradblogger (mit dem ich die neugierde für den Crossrunner teile), unseren Despoten sowie alle anderen liebenswürdigen Timelinemitglieder wieder. Mal schauen, wenn ich @Kutze21 davon überzeugt bekomme, mit seine DR anzureisen, und Kante sich mit der geringeren Reisegeschwindigkeit anfreunden kann, können wir diese eventuell auf der ATV-Übungsfläche mit aktuellen Modellen vergleichsfahren. Ich freue mich! Jetzt muss ich Montag nurnoch Urlaub einreichen und genehmigt bekommen…

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22. 02

Danke, Garmin, dass ihr mir für das eingesandte zumo 660 (wohlweislich ohne Zubehör, nur das nackte Gerät ohne Akku) nicht nur ein Austauschgerät geschickt habt, sondern gleich ein komplett originalverpacktes Neugerät. Dass ihr euch dann noch Entschuldigt, mein altes Gerät wäre nicht reparierbar gewesen, kommt mir fast schon seltsam vor. Ich fühle mich mehr als Entschädigt. So mit Zweitakku, Zweitladegerät, Zweithalterung und sonstigen Zweitinhalt.

Nur…die zu Weihnachten geschenkt bekommene Zweithalterung ist damit überflüssig geworden, zum Glück habe ich sie noch nicht verwendet, so kann sie OVP weiterverkauft werden. Also wenn jemand Interesse hat ;)

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18. 02

Sammlung kleiner 2.1-LAUTsprecher-Systeme

Das neue Notebook und das damit wieder mögliche Dualhead erfordern eine leichte Umkonfiguration auf meinem Schreibtisch, im Zuge dessen sind dann leider meine bisherigen China-Tischlautsprecher zu groß. Also, denk ich mir, die Auswahl an 2.1-Aktivboxen ist größer denn je, da sollte sich was finden lassen, und bestelle mir 4 Sets bei Amazon. Ex-Fernabsatzgesetz sei Dank kann bequem getestet und zurückgeschickt werden.

Etwas an Bewertungen orientiert fiel die Wahl auf Logitech Z323, Philips SPA 2360 und der große Bruder Philips SPA 4310 sowie Edifier M1350. Daraufhin verbanden wir uns wechselseitig die Augen und spielten die gleichen Stellen diverser Lieder ab, ein der Preisklasse entsprechender Blindtest. Dabei kamen folgende Notizen zustande:

  • Edifier M1350
    • Birgit
      • hell
      • mehr Raumtiefe
      • sauber bis zur maximalen Lautstärke
    • Moritz
      • "spitz"
      • halbwegs ausgewogener Bass
      • eher leise
  • Logitech Z323
    • Birgit
      • Blechern, verrauscht
    • Moritz
      • Luftpumpe mit Schellenkranz
      • laut wie Technomobil 1 Häuserblock weiter, wummernder Bass und schwacher Rest
  • Philips SPA 2360
    • Birgit
      • brauchbare Klangtiefe
      • Tendenz zum Weichspülen
    • Moritz
      • Betonung auf Sprache und Bass, dazwischen wenig
      • rauscht ohne Signal
  • Philips SPA 4310
    • Moritz
      • wie auch immer sie das geschafft haben, klanglich schlechter als die kleinen
      • gezupfte Gitarre in "Nothing else Matters" klingt nach Blechdose
      • rauscht ohne Signal
      • Elefantenfurz beim Ausschalten

Am Ende blieben die Edifier M1350 als brauchbarste Lösung übrig, ich würde sogar sagen sie übertrifft meine Erwartungen für 25€-Lautsprecher. Und zumindest klanglich auch alle 3 anderen, bei der Lautstärke ist dafür eher früh Schluss. Was Logitech da gebaut hat kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, aber die >200 guten Bewertungen scheinen ja zu beweisen, dass der Geschmack der tausend Fliegen getroffen wurde. Und Philips, naja, wie schafft man es die teurere und größere Box schlechter klingen zu lassen? Achja, sie ist lauter. Und die Luftpumpe wummert mehr.

Wenn jemand noch eine Tipp oder was besseres gebrauchtes hat, bis nächstes Wochenende will ich mich entschieden haben. Preisrahmen sind 50.-, ich will eher weniger auf dem Tisch stehen haben, untendrunter kann ruhig ein etwas größerer Subwoofer stehen. Und ja, ich weiß dass die Trennfrequenz für den Subwoofer eigentlich nicht bei 200Hz liegen sollte, aber es geht hier nicht um High-End. Für ordentlichen Musikgenuss habe ich nebenan eine gute Anlage, aber ich will trotzdem schmerzfrei etwas Musik beim Arbeiten nebenbei laufen lassen können.

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05. 12

Der Deutsche Bundestag hat im Rahmen des IT-Investitionsprogramms aus dem Konjunkturpaket II Mittel in Höhe von 24 Mio. Euro als Zuschuss zur Ausgabe von IT-Sicherheitskits an Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt. Die Förderung der IT-Sicherheitskits durch den Bund soll dazu führen, dass eine signifikante Anzahl an Lesegeräten für die Nutzung elektronischer Chipkarten verfügbar ist.
So steht es auf der Seite des IT-Beauftragten der Bundesregierung, und im Rahmen dieser Kampagne sollen 1,5Mio "Sicherheitskits" an die Bürger kostenlos oder vergünstigt abgegeben werden

In der seit gestern erhältlichen Computerbild (mit DVD) findet sich daher ein Basisleser (ohne Tastatur+DIsplay) sowie eine sogenannte "ComputerBild loginCard". Auch wenn ich noch keinen neuen Perso habe, und dies auch noch nicht so schnell vorhabe, kostenlose Technik zum Spielen ist nie verkehrt. Daher jetzt erstmal kurz die Schritte zum ans laufen bekommen, kurz zusammengefasst, unter Debian Testing:

> sudo aptitude install pcsc-tools pcscd libccid
> pcsc_scan
PC/SC device scanner   
V 1.4.16 (c) 2001-2009, Ludovic Rousseau 
Compiled with PC/SC lite version: 1.5.5
Scanning present readers...
Waiting for the first reader...found one
Scanning present readers...
0: REINER SCT cyberJack RFID basis 00 00

Sat Dec  4 23:33:38 2010
 Reader 0: REINER SCT cyberJack RFID basis 00 00
  Card state: Card removed, 

Sat Dec  4 23:33:42 2010
 Reader 0: REINER SCT cyberJack RFID basis 00 00
  Card state: Card inserted, 
  ATR: 3B 81 80 01 80 80

ATR: 3B 81 80 01 80 80
+ TS = 3B --> Direct Convention
+ T0 = 81, Y(1): 1000, K: 1 (historical bytes)
  TD(1) = 80 --> Y(i+1) = 1000, Protocol T = 0 
-----
  TD(2) = 01 --> Y(i+1) = 0000, Protocol T = 1 
-----
+ Historical bytes: 80
  Category indicator byte: 80 (compact TLV data object)
+ TCK = 80 (correct checksum)

Possibly identified card (using /usr/share/pcsc/smartcard_list.txt):
3B 81 80 01 80 80
	Mifare DESFire

Sat Dec  4 23:33:50 2010
 Reader 0: REINER SCT cyberJack RFID basis 00 00
  Card state: Card removed, 

Voila, ein erkannter Reader mitsamt erkannter Karte.

OpenSC mag den Reader auch, nur die Karte anscheinend nicht, aber im Wiki ist sie auch nicht erwähnt:

> sudo aptitude install opensc
> opensc-tool --list-readers --list-drivers
Readers known about:
Nr.    Driver     Name
0      openct     CCID Compatible
1      openct     OpenCT reader (detached)
2      pcsc       OpenCT 00 00
Configured card drivers:
  cardos           Siemens CardOS
  cardos           Siemens CardOS
  flex             Schlumberger Multiflex/Cryptoflex
  cyberflex        Schlumberger Cyberflex
  gpk              Gemplus GPK
  gemsafeV1        driver for the Gemplus GemSAFE V1 applet
  miocos           MioCOS 1.1
  mcrd             MICARDO 2.1
  asepcos          Athena ASEPCOS
  setcos           Setec cards
  starcos          STARCOS SPK 2.3/2.4
  tcos             TCOS 3.0
  openpgp          OpenPGP card
  jcop             JCOP cards with BlueZ PKCS#15 applet
  oberthur         Oberthur AuthentIC.v2/CosmopolIC.v4
  belpic           Belpic cards
  atrust-acos      A-Trust ACOS cards
  muscle           Muscle Card Driver
  incrypto34       Incard Incripto34
  piv              PIV-II  for multiple cards
  acos5            ACS ACOS5 card
  akis             TUBITAK UEKAE AKIS
  entersafe        entersafe
  rutoken          Rutoken driver
  rutoken_ecp      Rutoken ECP driver
  westcos          WESTCOS compatible cards
  myeid            MyEID cards with PKCS#15 applet
  emv              EMV compatible cards
  default          Default driver for unknown cards
> opensc-tool --name
Using reader with a card: CCID Compatible
[opensc-tool] apdu.c:528:sc_transmit_apdu: unable to acquire lock
[opensc-tool] apdu.c:528:sc_transmit_apdu: unable to acquire lock
[opensc-tool] card-default.c:66:autodetect_class: APDU transmit failed: Generic reader error
[opensc-tool] card-default.c:113:default_init: unable to determine the right class byte
[opensc-tool] card.c:202:sc_connect_card: driver 'Default driver for unknown cards' init() failed: Card is invalid or cannot be handled
[opensc-tool] card.c:213:sc_connect_card: unable to find driver for inserted card
[opensc-tool] card.c:228:sc_connect_card: returning with: Card is invalid or cannot be handled
Failed to connect to card: Card is invalid or cannot be handled

Der Vollständigkeit halber ein paar Seiten dazu verlinkt:t

Mehr, sobald ich dazu kam mich näher damit zu befassen.

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29. 10

Ich habe mir, passend zum geplanten C3-Besuch diesen Winter, ein neues (und mein erstes gekauftes) Notebook gegönnt, ein Lenovo ThinkPat T410s. Soviel als Vorgeschichte des Problems:

Lenovo liefert, wie viele andere Hersteller auch, keine Installationsdatenträger mehr mit, sondern nurnoch alle Daten in Form einer Recovery-Partition. Diese darf man dann mit einem mitgelieferten Tool immerhin netterweise selber auf andere Medien sichern. Dieser Vorgang brach dann immer wieder ab, und bis ich darauf kam, dass mit DVD-RAM hier eben nicht DVD-RAM, sondern wohl generell jede Form von DVD-Rohling (im gegensatz zur CD) gemeint ist, dauerte es eine Weile.
Update:Der Fehler war nicht das Medium, sondern das vorinstallierte Brennprogramm — selbiges deinstalliert, und es tat.

Also eben schnell auf einen USB-Stick gesichert, immerhin geht das ja auch. Nur war dieser danach nicht bootfähig, so dass er mir auch nichts brachte. Und — ohne dass es davor eine Warnung gegeben hätte — darf man die Wiederherstellungsdatenträger kein zweites mal brennen. Nur, zu meinem Glück muss die Information ja auch irgendwo gespeichert werden, also die Option Geschützte Systemdateien ausblenden deaktiviert, und schon sind auf dem Recovery-Laufwerk (in meinem Fall Q:) auch Daten sichtbar. Und da man bei Lenovo seine Kunden ja mag, macht man ihnen das auffinden garnicht schwer: In Q:\FactoryRecovery\service_done.ini ist diese Information gespeichert:

[SERVICE]
DONE=1
Auf 0 abgeändert, startet der Assistent wieder schön brav.

Und jetzt, wo der Pfad belannt ist, reicht auch ein Windowstaste+R, Q:\FactoryRecovery\service_done.ini, Enter um die Datei im Editor zu öffnen, so dass an den Sichtbarkeitseinstellungen nichtmal etwas verstellt werden muss. Ein bisschen Aufwändiger hättet ihr diese “Sicherung” doch gestalten können, wo bleibt denn da die Herausforderung?

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08. 09

Nur mal kurz zur Erinnerung - einfaches Klonen von Maschinen in Virtualbox, ohne nerviges Geklicke:

#/bin/bash
if [[ -z "$1" ]]; then
        echo "no disk image given"
        exit
fi
if [[ -z "$2" ]]; then
        echo "no name given"
        exit
fi
if [[ -z "$3" ]]; then
        echo "no port given"
        exit
fi

VBoxManage createvm             \
        --name $2               \
        --ostype Debian_64      \
        --register

VBoxManage modifyvm $2          \
        --memory 128            \
        --pae off               \
        --boot1 disk            \
        --boot2 net             \
        --boot3 none            \
        --boot4 none            \
        --nic1 bridged          \
        --cableconnected1 on    \
        --bridgeadapter1 eth0   \
        --mouse ps2             \
        --keyboard ps2          \
        --audio none            \
        --clipboard disabled    \
        --vrdp on               \
        --vrdpport $3           \
        --usb off               \
        --rtcuseutc on

VBoxManage storagectl $2        \
        --name "SATA Controller"\
        --add sata              \
        --controller IntelAhci  \
        --sataportcount 1       


VBoxManage clonehd $1.vdi $2.vdi \
        --format VDI            \
        --type normal           \
        --remember              


VBoxManage storageattach $2     \
        --storagectl "SATA Controller"\
        --port 0                \
        --device 0              \
        --type hdd              \
        --medium "$1.vdi"       \

Vergessen werden darf natürlich nicht, danach maschineneindeutige Merkmale wie zB die Keys des SSH-Servers (rm /etc/ssh/ssh_host_*; dpkg-reconfigure openssh-server) neu zu generieren.

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06. 09

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Werbesprüchen. Doch gelegentlich treffen sie dann doch mal die Realität. So wurde ich vor einiger Zeit auf die Iron Butt Association gestoßen, welche für völlig sinnfreie Aktionen Auszeichnungen anbietet. So stand recht schnell bei einigen anderen Motorradfahrern und mir fest, dass das so blöd ist, dass man es eigentlich mal gemacht haben muss. Und weil Honda Deutschland bzw deren Pressesprecher Aaron Lang auch Twittert sowie schon zu anderen Veranstaltungen Motorradblogger einlud, fragte Kante dort nach, wie es mit einer Unterstützung aussähe. Zu verlieren gab es ja nichts.

Was dann folgte ließ die Gemüter zwischen Dauergrinsen und Fassungslosigkeit schwanken, wir sollten für jeden Fahrer eine VFR1200F mit Doppelkupplungsgetriebe bekommen.

Als das erklärte Ziel, alle Bundesländer in 24h einmal zu durchfahren, stand, kam es zu Missverständnisse in der Kommunikation mit der IBA, welche das Projekt in der geplanten Form scheitern ließen. Doch wir waren schon so weit drin, dass wir unsere gute Laune behielten, und uns nach einem Alternativkonzept umsahen. Und hierbei kam dann der Road-Blog heraus. 8 Spacken, die sich von Motorradbloggern einladen lassen, und zwischiendurch Kilometer machen. Und dazu jede Menge Technik wie Kameras, GPS-Tracker und anderen Blödsinn mitnehmen.

Letzte Woche kam dann auch das letzte persönliche Ausstattungsstück für die Tour an, ein X-Lite X-701 komplett mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung, dunklem Visier und in der einzig wahren Farbe lackierter Helmschale. Der erste Test, insbesondere der Reproduziereinheit für menschenverachtende Musik, verlief schon mal sehr gut. Die Route steht auch, jetzt muss es nur noch Samstag werden, dann werde ich ordentlich das Ende meiner Stufenführerscheinzeit feiern!

Also, verfolgt das Geschehen Live auf Road-Blog und Twitter, wenn 8 gestörte die Straßen unsicher machen

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04. 08

Der dritte Punkt aus "interner Blogumbau" ist mir mittlerweile dann doch auch wieder eingefallen, ich wollte die Domain anpassen. Das habe ich nun lange genug vor mir hergeschoben, insbesondere da ich dies auch immer als Grund vorgeschoben habe, eigentlich vorgesehene Einträge doch nicht zu schreiben.

Naja, nun ist es geschafft, das Theme ist auch erstmal gewechselt, auch wenn ich eigentlich kein Fan von fixen Breiten bin, da muss eindeutig nochmal nachgebessert werden. Soviel erstmal hierzu.

Die alten URLs sind erstmal noch komplett gültig, zumindest gibt es keine Fehlerseiten, sondern sie werden per '301, MOVED PERMANENTLY' auf die neue URL weitergeschickt. Irgendwann wird dann wohl auch mal der Feed durch ein hartes "Hey, schau mal da drüben!" ersetzt, bis dahin vertraue ich erstmal auf die Kooperation der Leser.

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22. 07

Spätestens seitdem ich auf dem Rosinenkalb meiner Freundin saß, war mir klar, dass ich auf der CB500 nicht unbedingt glücklich werde, und etwas enduroesqueres her muss, am besten in etwas leichter und etwas gelendegängiger.

Als brauchbare Schnittmenge von Preis, Gewicht, Leistung und Verfügbarkeit fiel der Fokus recht schnell auf die DR350, welche mit ihren 30PS auf 140kg auch gerade noch in der Stufenführerscheinbegrenzung von 0,16 kW/kg Platz findet. Als ich dann erfuhr, dass eine mit bekannter Vorgeschichte sowie allen mit vertretbarem finanziellen Aufwand gemachten Verbesserungen zum Verkauf stand, war es eigentlich nurnoch eine Frage des wanns, bis sie meine ist. Und durch die Absenz eines E-Starters ist jedes losfahrenankicken auch ein Ereignis für sich, auch wenn sie sich hierbei erfreulich zickfrei verhält.

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10. 02

So, heute war die zweite Runde Schrauben dran, den Krümmer fertigmachen und Ventilspielkontrolle. Diesmal mit musikalischer Liveuntermalung, in den Proberäumen darüber scheint Deathmetal angesagt zu sein. Und nach einer Runde mit der Drahtbürste ist der Krümmer dann auch endlich komplett blank!

Für etwas mehr Spaß zwischendurch habe ich mir dann noch Kante herbeizitiert, als gelernter Automechaniker weiß er, wie sich eine Lehre bei ordentlich eingestelltem Ventil durchziehen lässt. Und ich weiß es eine Einweisung später dann auch!

Danach wird der Krümmer mit dem Dosenlack behandelt, und damit sich der Lack darauf nicht sofort wieder verabschiedet auch wird er danach vor dem Gasofen (so gut wie möglich) vor-eingebrannt. Das Finish darf der Motor selbst mit seinen heißen Gasen erledigen, 8000rpm ohne Endtopf Nachts um Elf sind doch ziemlich laut. Aber dafür hat man eine Werkstatt fernab von jeder Zivilisation! Nur keinen Gehörschutz, der wäre echt angebracht. Dafür qualmt es ordentlich, was ich als Zeichen für ein gutes Einbrennen deute. Kurz darauf tauchte auch die Anwohnerin von nebenan auf, mal kurz schauen, worin diese wohlmodulierten Schallwellen ihre Ursache haben, wobei für diesen Betriebsmodus auch die Bezeichnung "Zwei-in-Null-Auspuffanlage" fiel.

Nur, was war das - es tropft Öl auf den Boden. Da wurde wohl die Ventilkopfdeckeldichtung nicht ganz sauber eingelegt, aber nichts, was man nicht bei montiertem Tank mit etwas fingerspitzengefühl beheben kann, zum Glück. Denn um diese Uhrzeit habe ich dann auf einen Abbau aller Teile bis zum Tank nicht mehr unbedingt die Lust.

Damit muss nurnoch der Endtopf befestigt werden - "Slip-On" ist wohl einer der größten Euphemismen der Neuzeit, ohne gezielte Schläge auf die beteiligten Komponenten wollte da garnichts oneinander slippen.

Update:Der Krümmerlack wollte nicht so wirklich halten, vermutlich wurde er nicht heiß genug eingefahren, was durchaus den negativen Außentemperaturen geschuldet sein kann. Zumindest ein im März probeweise nachlackierter Teil sieht immernoch Klasse aus, für eine Komplettlackierung muss er aber nochmal raus - anders kommt man an viele Stellen nicht, und ohne sauberes vorhergehendes Entrosten dürften weitere Versuche zwecklos sein.

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09. 02

Mehr zur Warnung an alle Leser: Ich bin gerade dabei mal ein Punkte auf der Todo-Liste für diesen Blog abzuarbeiten:

  • Umstieg von Kategorien auf Tags - die Kategorie-Feeds funktionieren nun nicht mehr, dafür gibt es einzelne für jeden Tags. Erstmal wurden aber Kategorien 1:1 nach Tags umgezogen. Eventuell kann hier der RSS-Feed an manchen Stellen durchdrehen und alte Artikel neu ausliefern.
  • Die Blogroll wurde abgeschaltet, nachdem ich nun recht lange schon von bloglines weg war und auf meine eigene Installation von Tiny Tiny RSS setze, war diese auch nicht mehr unbedingt aktuell. Desweiteren halte ich bei der mittlerweile gegebenen Größe eine eventuelle Untergliederung nicht für falsch, genauso wie eine stärkere Vorselektion. Mal schauen wie ich dies Umsetzen kann.
  • Irgendwie hatte ich drei Punkte im Kopf. Den dritten habe ich auch mal angelegt. Nur der Inhalt ist mir entfallen.

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04. 02

Diese Woche war ich fast schon regelmäßig in der Butze, um endlich mal ein paar Dinge an der CB in Ordnung zu bringen und zu erledigen. Angefangen hat das ganze mit einem recht entspannten Tag zusammen mit Peter, welcher mir beim Entfernen des kompletten Auspuffsystems behilflich war. Aber von vorne:

Auch wenn ich letztes Jahr nicht allzu viel gefahren bin hat es gereicht, die 48Mm zu erreichen, womit mal wieder eine Inspektion mit fast allem drum- und dran fällig ist. Das meiste ist nur Prüfen, mit dem Ölwechsel werde ich noch etwas auf wärmere Temperaturen warten, da ich erst vor 7Mm bei Übernahme des Krades gewechselt habe, und das neue auch nicht gleich wieder mit kaltem feuchten Kurzstreckenbetrieb "ruinieren" möchte. Bleibt an aufwändigen Aufgaben primär die Ventilspielkontrolle übrig, für die Vergasersynchronisation will ich mir nochmal einen Synchrontester in Art von diesem selbst bauen, auch wenn bei einem Zweizylinder wohl ein simples Schlauch-U ausreicht. Zusätzlich war noch das lackieren des Krümmers geplant, da dieser doch farblich eher nach Rost aussieht. Zu Beginn dachte ich auch nur an eine optische Maßnahme, später (s.u.) sollte sich das noch ändern. An Farbe habe ich mir eine Dose Ofenrohrfarbe 1200°C besorgt, in der Hoffnung, dass sie die Temperaturen halbwegs lange überlebt.

Also stehe ich zu Beginn des Tages (Nagut, um 12 Uhr, aber es ist meine Urlaubswoche) in der Butze, im Rucksack ein paar Schleifblätter für den Exzenter und einer Drahtbürste für die Bohrmaschine. Und fluche. Eigentlich hatte ich mal vor, zuerst den Endtopf zu lösen, um danach den Krümmer möglichst Lastfrei abbauem zu können. Etwas Vorsicht schadet ja nie, erst recht nicht bei eher empfindlichen Aluminiumstehbolzen und einem gefühlt 5kg schweren Ofenrohr am anderen Ende. Aber ‘Slip On’ scheint mehr ein zweitklassiger Euphemismus als eine Vorgangsbeschreibung zu sein, so dass ich nach einigen Versuchen die Krümmerschrauben am Motorblock löste, nicht ohne sie davor sicherheitshalber mit WD40 zu behandeln, und die komplette Einheit mit Peters Hilfe abnahm.

Das folgende Trennen dauerte dann unter Zuhilfenahme von Hammer und Meißel (um das Anschlussstück des Endtopfes etwas konisch zu weiten) eine geschätzte Stunde, wobei daran auch die immer wieder zwischengeschobenen Unterhaltungen mit Peter mit Schuld sein dürften. So stark wie die Auspuffdichtung dann noch am Krümmer klebte verwunderte mich dieser innige Zusammehalt dann aber nicht mehr weiter.

Danach begann der Fleißteil der Arbeit, mit Drahtbürste an der Bohrmaschine sämtlichen Dreck, Schmodder und Rost von der Oberfläche entfernen, bis alles wieder schön glänzt. Auf den Bildern erkennt man ganz gut die rostigen Stellen, bei den auf ebenen Flächen liegenden konnte ich mit dem Exzenter noch halbwegs gut das rostige Material komplett entfernen, in den Ecken der Verdickung zur Befestigung am Motorblock oder zwischen den Krümmerrohren war dies leider nicht so möglich. Damit beendete ich den Tag auch mit einem fast fertiggestellten Krümmer und weiteren, günstiger geformten Drahtbürsten auf dem Einkaufszettel.

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